fand ſich daher im Cirkus, und ſelbſt die Seeleute hatten ihre
Fahrzeuge verlaſſen. Als ſie nun zum Ufer kamen, fanden ſie
alle Taue durchſchnitten, und Feluken und Balanzellen ſchwam⸗ men auf dem Meere, wohin der Wind ſie trieb.
Nun ertönten neue Verwünſchungen über den Zigeuner, und die ganze Bevölkerung warf ſich nieder auf die Knie und flehte zu Gott, die Tartane zu verſchlingen, welche ſich über die troſtloſe Menge noch luſtig zu machen ſchien, indem ſie ihre tauſendfarbige Flagge wehen ließ.
Plötzlich ſchien der Himmel die gerechten Wünſche des Volkes erhören zu wollen, denn zwei Segel zeigten ſich in der Ferne und flogen mit vollem Winde gegen Bord heran, ſo daß das Fahrzeug des Zigeuners entweder zwiſchen beide genom⸗ men, oder an die Küſte geworfen werden mußte. Wie groß war die Freude der Volksmenge, als man die beiden Wacht⸗ ſchiffe erkannte, welche ſogleich die Flagge hißten, und dies mit einem Kanonenſchuſſe begleiteten.
Die Tartane holte nun ſchnell die Halſen um, ſegelte nach dem Winde, mit einer Schnelligkeit, die an das Wunderbare grenzte, fuhr zwiſchen den zwei Wachtſchiffen durch, gab ihnen eine volle Salve und ſteuerte auf die Landzunge von la Torre.
Obgleich das geſchickte und kühne Manöver der Tartane den Plan der Wachtſchiffe ſo wie den der Zuſchauer ſtörte, zählten ſie doch immer auf die Schwäche und Zahl der Angrei⸗ fenden, den Feind noch überwältigt und in das Schlepptau genommen zu ſehen. Die Tartane hatte aber vor den beiden Küſtenwächtern den Vortheil größerer Leichtigkeit voraus, und verſchwand bald hinter der Spitze von la Torre, die ſich weit in das Meer erſtreckt, und erſt eine Viertelſtunde darauf ſah das Volk die beiden Küſtenwächter die Landzunge umſegeln.
Ganz Santa⸗Maria bebte vor Ungeduld und Verlangen, den Ausgang des Kampfes zu erfahren, der hinter jener Land⸗ zunge ſtattfinden ſollte.


