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die Küſte, ſtürzte ſich in das Waſſer, und man ſah, wie er das Schiff erreichte.
Nun fand ein ſonderbarer Auftritt ſtatt. Der Name des Zigeuners brachte eine ſolche Wirkung hervor, daß alles Volk ſogleich die Schranken verlaſſen wollte und ſich gegen die Aus⸗ gänge ſtürzte, welche zu ſchmal waren, einer ſolchen Maſſe von Menſchen den Durchgang zu geſtatten. Die Balken der Gal⸗ lerien ſtürzten krachend zuſammen, und ein Theil des Amphi⸗ theaters ſank unter den Füßen der Zuſchauer zu Boden. Der Tumult und das Entſetzen hatten bald den höchſten Gipfel er⸗ reicht. Eine Menge von Menſchen wurden übereinander ge⸗ worfen, und beſonders Die, welche unten lagen, ſtießen kläg⸗ Geſchrei aus und empfahlen die Seele ihrem Schutz⸗
eiligen.
„Das iſt der Verwünſchte, der Verdammte,“ ſagte man, „der den Zorn des Himmels herabzog, da er die Hand der Braut Chriſti küßte. Seine Gegenwatt iſt eine Geißel.— Anathema! Anathema über ihn!“— Und es ertönten Ver⸗ wünſchungen, daß man hätte verzweifeln mögen. Vergebens thaten der Alcade und der Gouverneur, welche glücklich ent⸗ rannen, ihr Möglichſtes, die Ordnung wieder herzuſtellen; es gelang ihnen nicht, einigen Tauſend Spaniern, die ſich unter Klaggeſchrei drängten und drückten, die Stimme der Vernunft hörbar zu machen. Die Behörden riefen eben ſchon die letzten Heiligen des Kalenders an, als plötzlich die ganze Maſſe Men⸗ ſchen wie durch Zauberei ſich auflöſte. Jeder fand ſich plötzlich auf den Beinen, aber bei Mehreren folgte der laute Schrei des Schmerzes und der Ausdruck der Furcht.
Die Sache trug ſich folgendergeſtalt zu.
Der unglückliche Barbier Florez, der ſich auf der niedrig⸗ ſten Reihe des Eirkus befand, kam mit unter diejenigen, welche das ganze Gewicht zu tragen hatten. Nachdem er mit ſeinen Ungluͤcksgefährten alle mögliche Anſtrengungen gemacht hatte, und ſah, daß alle Vernunftgründe nichts über die obenliegen⸗ den Gevattern vermochten, ſtöhnte er, mit einigen Ungllcilthen die gleich ihm litten:
„Gevattern, ich dächte, wenn wir mit den Meſſern über uns ſpielten, kreuz und quer, ſo würden wir das Mitgefühl unſerer Nachbarn erwecken. Giebts dabei einige Knopflöcher,


