Teil eines Werkes 
43. Band, Die Cucaracha : 3. Band (1844) La Cucaracha
Entstehung
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Und daß Ihr nicht Feuer gebt, als wenn wir Bord an Bord ſind; in dem Augenblick, wo die Engländer auf unſer Bord ſpringen wollen, müſſen unſere Kanonen ihnen in das Geſicht ſpeien. Das wird ſie verdrießen, Ihr könnt es glau⸗ ben.

In dieſem Augenblicke enterten die beiden Fahrzeuge. Was von der engliſchen Equipage noch übrig war, hing in den Wandtauen oder auf der Schanzverkleidung, das Beil in der Hand, den Dolch im Munde, bereit, mit einem Satz auf das Deck zu ſpringen.

Tiefes Schweigen herrſchte am Bord des Sperbers.

Drauf, Goddam, drauf! ſchrie der engliſche Capitain, ein ſchöner junger Mann von 25 Jahren, dem beide Beine ab⸗ geſchoſſen worden waren, und der ſich in ein Faß mit Kleien hatte ſetzen laſſen, um den Blutverluſt zu ſtillen und bis zum letzten Augenblick commandiren zu können.

Drauf, Goddam! wiederholte er nochmals.

Feuer jetzt, Feuer auf die Engländer! heulte Kernok.

Alle Engländer ſchwangen ſich auf die Brigg. Die zwei Karonaden des Steuerbords ſpieen ihnen einen Hagel von Piaſtern in das Geſicht.

Hurrah! ſchrie die ganze Equipage des Sperbers.

Als der dichte Rauch verſchwunden war, und man über die Wirkung der Salve urtheilen konnte, ſah man keinen Eng⸗ länder mehr, keinen einzigen.

Alle waren auf das Deck der Corvette oder in das Meer geſtürzt, alle waren todt oder entſetzlich verſtümmelt. Auf das Geſchrei des Kampfes folgte ein tiefes fürchterliches Schweigen, und die achtzehn Menſchen, welche allein, und in der Mitte des Ozeans allein geblieben waren, blickten nicht ohne ein gewiſſes Entſetzen auf einander.

Kernok ſelbſt ſah ſchaudernd auf den unförmlichen Rumpf des Capitains, dem der Silberhagel noch einen Arm wegge⸗ riſſen hatte. Seine ſchönen blonden Haare waren mit Blut beſudelt, und doch ſpielte noch ein Lächeln um ſeine Lippen. Ohne Zweifel ſtarb er, indem er an ſie dachte, die die langen Kleider der Trauer anlegte, wenn ſie die Nachricht ſeines glor⸗ reichen Endes empfing.

Glücklicher junger Mann! Vielleicht hat er auch noch eine Mutter, ihn zu beweinen, ſie, die ihn als Kind auf den Knien