Teil eines Werkes 
43. Band, Die Cucaracha : 3. Band (1844) La Cucaracha
Entstehung
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ſolche Verwundung an den Knien Schams der hochſte Grad des Unglücks und der Entwürdigung.

Der Quäker, welcher das innige Mitleiden nicht bergen konnte, das er empfand, freuete ſich im voraus über die Ueber⸗ raſchung, welche er dem armen Mauren zu bereiten gedachte.

Verſteht er franzöſiſch? fragte er den Fuhrmann.

Ganz gut; in manchen Dingen iſt er gar nicht ſo dumm als er ausſieht.

Guter Freund, ſagte der Quäker zu dem Stummen in wohlwollendem ſanften Tone,willſt Du das Pferd abſchirren, putzen und ihm Futter geben?

Der Maure war ſo ſehr in ſeine ſchmerzlichen Betrachtun⸗ gen verſunken, daß der Quäker ſeine Frage wiederholten und ihn auf die Achſel klopfen mußte, um ſeine Aufmerkſamkeit zu er⸗ regen.

Als Agba die Frage des Quäkers hörte, ſchüttelte er trau⸗ rig ſein Haupt, machte den orientaliſchen Gruß, indem er ſeine Stirn neigte und zeigte mit den Augen, in denen zwei große Thränen glänzten, und mit einem Ausdruck des verhaltenen Zornes auf den Fuhrmann.

Geh, geh nur, Du kannſt mit der Schindmähre machen was Du willſt, ſagte dieſer rohe Menſch;ſie iſt nicht mehr mein, ſondern gehort dieſem braven Manne; dann wendete er ſich wiederum an den Quäker und ſagte:Ich werde mir ſogleich ein andres Pferd zu verſchaffen ſuchen.. Ich danke für den Handel und wünſche Euch viel Vergnügen.. Habt Ihr keinen Stall, ſo leihe ich Euch vor der Hand den Schuppen.. Da⸗ mit verſchwand er.

Der Maure hatte anfangs offenbar die Worte des Fuhr⸗

mannes nicht ganz verſtanden; als er aber ſah, daß derſelbe fortging und als der Quäker ihm dieſelbe Verſicherung wieder⸗ holte, warf er ſich auf die Knie nieder, ergriff den Rockzipfel des Fremden, küßte denſelben ehrerbietig und ſtieß in ſeiner Freude einige dumpfe unarticulirte Laute aus, die einzige Sprache, welche der arme Menſch beſaß. Stehe auf! Stehe auf! ſagte der Quäker zu ihm;man kniet nur vor Gott; warte und pflege das Pferd gut, es iſt jetzt mein. Du wirſt es nicht mehr verlaſſen, wenn Du mir inh und verſprechen willſt, ein guter und treuer Diener zu ein.