er immer türkiſch mit mir. Eines Tages 1818 kam er aus Preveſa zurück und kaum war er abgeſtiegen, als er mich rufen ließ. Ich fand in ſeinem Zimmer bei ihm ſeinen älteſten Sohn, Mukhar Paſcha, der ſtand, weil die Söhne der höhern Claſſe bei den Muſelmännern ſich nie in Gegenwart ihrer Aeltern ſetzen; außerdem ſaß noch auf dem Sopha dem Paſcha gegen⸗ über Mehemed Effendi, ſein Kiahyah, bei dem ich wohnte, und Hadgi Gebri Effendi, deſſen ich weiter oben erwähnte. Der Tyhrann begann damit, mich zu fragen, ob ich mich während ſeiner Abweſenheit wohl befunden hätte, und ob die Befehle, die er mir aus Preveſa in Bezug auf die Befeſtigungen geſen⸗ det hatte, mit denen er die Stadt Janina umgeben wollte, und zu denen ich ihm Pläne hatte entwerfen müſſen, nachdem ich das Terrain beſichtigt, vollzogen wären. Plötzlich fing er dann an griechiſch mit mir zu ſprechen, während er über zwei Jahre nur türkiſch mit mir geſprochen hatte. Obgleich ich das Neu⸗ griechiſche ſeit meinem Aufenthalte in Janina ſo ziemlich ver⸗ ſtehen gelernt hatte, konnte ich doch kein Geſpräch darin führen, bei dem man techniſche Ausdrücke anwenden mußte. Ueberdies ſprach Ali das Griechiſche ſehr ſchlecht, indem er es mit alba⸗ neſiſchen und türkiſchen Wörtern untermiſchte; ich hatte das ſchon ſelbſt bemerkt, denn ich verſtand nie, was er ſagte, wäh⸗ rend ich bei Andern wenigſtens den Sinn ihrer Rede faßte. Als er daher plötzlich auf griechiſch von Geſchäften ſprach, be⸗ merkte ich ihm in türkiſcher Sprache, daß ich ihn nicht verſtehen könnte; er fuhr aber dennoch fort, griechiſch zu ſprechen. Ich fragte ihn hierauf, ob er die Abſicht hätte, ſich über mich luſtig zu machen, ſagte aber zugleich, ich ſei keiner ſeiner Spaßma⸗ cher, und würde beſſer thun, mich zu entfernen, um an meinen Plänen zu arbeiten, als ihn griechiſch ſprechen zu hören. Er achtete nicht auf meine Bemerkungen, und da er fortfuhr, grie⸗ chiſch zu ſprechen, verließ ich das Zimmer, weil ich mich nicht dem Scheine ausſetzen wollte, als gebe ich mich zu ſeinen Necke⸗ reien her, denn ich glaubte wirklich, der Weſir wollte ſich über mich luſtig machen. An demſelben Abend aber erfuhr ich von Mehemed Effendi, daß es die Gewohnheit des eigenſinnigen Despoten wäre, in der von den drei Sprachen, die er redete Griechiſch, türkiſch und albaneſiſch) fortzufahren, in der er zu ſprechen angefangen hätte, ohne Rückſicht darauf, ob man ihn verſtände oder nicht.
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