Teil eines Werkes 
42. Band, Die Cucaracha : 2. Band (1844) La Cucaracha
Entstehung
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I.

Pariſer, S. m. die größte Beleidigung, die höchſte Schmach für einen Matroſen. Auf den Schiffen Bezeich⸗ nung eines armen Teufels und zuweilen auch eines Tauge⸗ nichts. Villaumez, Marinedict. 438.

Machieu Guichard war der Sohn des Schloſſers Jean Guichard in der Rue St. Benoit.

Mathieu Guichard war ungefähr ſiebzehn Jahre alt, von mittlerer Größe, mager, nervös und blaß; ſeine Augen waren grau, ſeine Haare braun, dünn und fein; ſein Geſicht verrieth ein ſonderbares Gemiſch von Liſt und Albernheit, Trägheit und Lobhaftigkeit; ſeine graue, matte Geſichtsfarbe hatte jenes fleckige, krankhafte Ausſehen, welches den Pariſer Kindern aus einer ar⸗ men, arbeitſamen Claſſe eigenthümlich iſt. So viel von den phyſiſchen Eigenſchaften Mathieu Guichards.

Was die moraliſchen betrifft, wenn Mathieu deren über⸗ haupt hatte, ſo war er unverſchämt, ſpottſüchtig, verſteckt, wol⸗ lüſtig, träg und naſchſüchtig; weder ungläubig noch gläubig, noch ſkeptiſch, aber verteufelt gleichgültig gegen alle religiöſe Dinge, rief er den Namen Gottes nie anders an, als auf eine ſo abſcheuliche Art, daß es beſſer geweſen wäre, ihn gar nicht auszuſprechen. Aber in der That darf man deshalb dem armen Jungen nicht zürnen, denn die erſten Worte, welche ſein Vater, Jean Guichard, ehemaliger Kanonier, ihn ſtammeln lehrte, waren die fürchterlichſten Flüche, die man ſich denken kann.

Das war die Zerſtreuung, die Freude des alten Soldaten; Abends, nach ſeinem anſtrengenden Tagewerke, fand er den höch⸗ ſten Genuß darin, ſich neben ſeinen erloſchenen Schmiedeherd zu ſetzen, Mathieu auf ſeine ſchmutzige Lederſchürze zu heben und die fürchterlichſten Flüche aus dem Kindermunde zu vernehmen. Seiner Frau, die zuweilen von Gebeten zu reden wagte, ant⸗

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