tel Morſenne zu keiner guten Meinung von ihm berechtigen; hat man aber nicht oft die verdor⸗ benſten Gemüther unter dem Einfluß einer edlen Frau zum Guten ſich zurückwenden geſehn? War⸗ um ſollte Herr Ducormier Fräulein Duval nicht aufrichtig und rechtſchaffen lieben? Bonaquet ſchüttelte traurig den Kopf und entgegnete:
— Wenn Anatole ehrenwerthe Abſichten hätte, ſo würde er Clementinen uns nicht ent⸗ fremdet und mich bei derſelben angeſchwärzt ha⸗ ben; denn ich zweifele nicht mehr daran, daß er mich in den Augen dieſes unglücklichen Kindes herabgeſetzt hat, weil er meinen Scharfblick fürch⸗ tet.— Sie haben wohl Recht, mein Freund. — Mußte nicht mit dem Gedanken an eine ernſt⸗ liche Verbindung mit Clementinen nothwendig der Entſchluß bei Anatole entſtehn ſich zu erneuen und ſeinem vergangenen Leben zu entſagen? Was hätte ihn dann aber von uns zurückgehalten? Wußte er nicht, daß ich ihn trotz ſeines Undankes ſtets mit offnen Armen aufgenommen hätte? Hatte ich nicht zu allererſt den Gedanken an dieſe Verbindung, als ich an ſeine Beſſerung noch glaubte? Nein, nein, alles unterſtützt meine Be⸗ fürchtungen, daß er ſträfliche Abſichten hegt.— Dennoch kann ich mich nicht entſchließen, mein Freund, an ſo große Schändlichkeit zu glauben. Dieſer Menſch müßte ein Ungeheuer ſein! Die


