lung neu belebte Hoffnung nicht allmächtig wer⸗ den zu laſſen.
Clementine bemerkte die Rührung ihrer Mut⸗ ter und ſagte derſelben, ohne die eigene Bewe⸗ gung bewältigen zu können.
— Geliebte Mutter... ich bitte Dich in⸗ ſtändigſt.. gieb Dich keinen unglückſeligen Täuſchungen hin... ich bedarf nicht weniger Muth wie Du, um dieſe Hoffnungen zu bekäm⸗ pfen, denn ach!.. wir haben ſie ja ſo oft ſchon gehegt!— Dies gerade muß Dich beru⸗ higen, mein Kind, wie auch Sie, mein Herrz denn oft ſchon haben wir, meine Tochter und ich, weil die thatſächlichen Beweiſe des Todes meines Mannes fehlten, dem Gedanken uns hingegeben, daß derſelbe vielleicht in der Gefangenſchaft noch leben könnte; ich geſtehe aber, unſere Annahme hatte nicht einmal den Anhalt, den Sie uns ge⸗ ben, und deſſen ganze Unſicherheit ich Ihnen al⸗ lerdings einräumen muß...— In der That, Madame, iſt nichts ungewiſſer; denn ich wieder⸗ hole es Ihnen, mein Freund giebt keinerlei Ein⸗ zelnheiten; er erzählt es mir nur als ein Gerücht; ich ſelbſt hätte der Sache keinerlei Bedeutung bei⸗ gelegt, wenn mir nicht mehre Mal Fräulein Emma Levaſſeur und vorgeſtern noch mein vot⸗
trefflicher Freund, der Doctor Bonaquet, von den leider ſehr wenig wahrſcheinlichen Zweifeln


