Duval irgend im Stande iſt mich zu empfangen, ſehr wünſchen läßt.— Sehr wohl, mein Herr, antwortete das Mädchen, indem ſie Ducormier in ein kleines Vorzimmer führte; ich werde es Fräulein melden.— Und ich bitte Sie, ſagen Sie, daß es ſich um einen Gegenſtand der äußer⸗ ſten Dringlichkeit und Wichligkeit handelt.— Ja, mein Herr, antwortete das Mädchen und ließ Ducormier allein.— Sonderbar, ſprach derſelbe bei ſich, dieſe Lüge iſt nothwendig, um mir ſogleich Zutritt bei Madame Duval und ihrer Tochter zu verſchaffen, und doch empfinde ich wie eine Art Reue. Ich habe nie an Ahnungen geglaubt, dennoch iſt mir, als legte ſich eine eiſige Hand auf mein Herz. Doch was! Kinderei! Narrheit! Warum dieſe Unentſchloſſenheit? Weil ich einen Augenblick bei dieſen beiden Frauen eine thörichte Hoffnung erregen werde? Ich bin albern. Undnach augenblicklichem Nachſinnen fügte Anatole hinzu: Ah! wie wohl that ich, aus Gewohnheit ohne be⸗ ſondere Abſicht meine wahren Gefühle vor der Freundin Clementine Duval's zu verbergen! Wie nützlich kann mir das jetzt werden? denn die arme Lehrerin wird von mir wie von einem Engel ge— ſprochen haben! Verflucht ſei die unglückſelige Rührung, welche mich vorgeſtern verleitete, Je⸗ rome mein Herz aufzuſchließen! Solchen fieber⸗ haften Anfällen der Aufrichtigkeit nachgeben iſt
Teil eines Werkes
261. Theil, Die Prophezeihung : 4. Bändchen (1851) La bonne aventure
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