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gleich mir mit ſeiner beſcheidenen, aber ehrenvol⸗ len Stellung vorlieb: er gehört zu den Menſchen, welche ihr Zartſinn und Selbſtgefühl über alle kleinliche Eitelkeit erhebt. So ſagte er mir eines Tages mit jener würdevollen, ſanften Ergeben⸗ heit, welche ihm eigenthümlich iſt, dieſe Worte, welche ich nie vergeſſen habe:
„Sehn Sie, Fräulein Emma, ich bin faſt in der unterſten Claſſe des Volkes geboren; mein armer Vater war ein Kleinkrämer; ich ſelbſt ver⸗
diene mein Brod mit meiner Hände Arbeit; den⸗
noch erlaubt mir das Bewußtſein der Rechtſchaf⸗ fenheit nicht, mich geringer zu achten, als die größ⸗ ten Herrſchaften, welche uns hier umgeben; ſteht man nur duf dieſem Standpunkt der Rechtſchaf⸗ ſenheit, dann erblickt man das Menſchenleben von einer ſolchen Höhe, daß die höchſte und be⸗ ſcheidenſte Stellung gleich erſcheinen; wiederholt ſich nicht dieſelbe Erſcheinung in der Körperwelt? Scheuen wir nur die Anſtrengung nicht, einen ſteilen Berg hinanzuſteigen, und blicken dann von ihm hinab, entdecken wir da in der Entfernung den geringſten Unterſchied zwiſchen jenem Atom, den man Palaſt nennt, und dieſem, der Hütte
heißt? Nein, nein, für den Mann, welcher ſich
innerlich erhebt, giebt es keine verletzenden Un⸗ gleichheiten..— Dies Bild iſt edel und rührend, ſagte Madame Duval ihre Tochter un⸗


