Teil eines Werkes 
261. Theil, Die Prophezeihung : 4. Bändchen (1851) La bonne aventure
Entstehung
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— Geliebte Mutter, ich fürchte, Deine Auf⸗ merkſamkeit zu ſehr anzuſtrengen und Deine Kopf⸗ ſchmerzen dadurch zu erneuern.— Nicht doch, mein Kind, ſorge nicht, ich bin gar nicht ange⸗ griffen; Emma's Brief iſt allerliebſt und gefällt mir ſehr; ich glaube, es iſt unmöglich, eine treuere Schilderung von der engliſchen Geſellſchaft zu liefern; zuweilen blitzt ein wenig unſchuldiger Muthwillen daraus hervor, welcher der Schil⸗ derung einen beſondern Reiz giebt.— Als ich den Brief neulich, vor Deinem unglückſeligen Rückfall für mich las, dachte ich ſogleich, daß er Dir gefallen würde. Gott ſei Dank, daß Du heute wieder ſowohl biſt, ihn anhören zu können. Sage mir aber aufrichtig, liebe Mutter, ſtrengt es Dich nicht zu ſehr an?— Nein, ich verſichere Dich— Brauchſt Du nichts? Fühlſt Du keine Schmerzen?— Nein, ich fühle mich ganz ſchmer⸗ zensfrei. Fahre alſo fort, ich bitte Dich, mein Kind; Emma's Gemälde ſind gewiß ganz tref⸗ fend.— Ihr richtiges, ſcharfes Urtheil wird ſel⸗ ten irren, entgegnete Clementine; auch beſitzt ſie viel zu viel Herzensgüte, um ſich von ungerech⸗ ten Vorurtheilen beherrſchen zu laſſen.— Auch habe ich ſtets gefunden, daß geiſtig zwiſchen Dir und Emma eine große Aehnlichkeit ſtatt findet. — Ach! Mütterchen, entgegnete Clementine lä⸗ chelnd, hätte ich dieſe Schmeichelei vorausgeſehn,