Teil eines Werkes 
260. Theil, Die Prophezeihung : 3. Bändchen (1851) La bonne aventure
Entstehung
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daß meine Traurigkeit vorübergehn würde, ſagte Marie, indem ſie ihre großen, feuchten Augen trocknete und ſich zu lächeln bemühte. Auf Ihre freundliche Zuſprache faſſe ich wieder Muth; meine böſen Befürchtungen ſchwinden; mir iſt, als erwachte ich aus einem häßlichen Traum; ja, ich ſchäme mich jetzt, ſo kindiſch geweſen zu ſein. Im erſten Augenblick litt ich aber wirklich. Sie müſſen mir verzeihn, ich habe es nicht gern ge⸗ than, das können Sie mir glauben; Joſeph, laß uns Madame und unſerem lieben Herrn Bona⸗ quet gute Nacht ſagen; es iſt ſpät, ich fühle mich etwas angegriffen und habe auch Mutter, welche den Laden beſorgt, verſprochen, frühzeitig nach

Hauſe zu kommen.— Und morgen, meine liebe

Marie, ſagte Heloiſe, indem ſie der jungen Frau die Hand reichte, werde ich mich nach Ihrem Befinden erkundigen. Ich hoffe, daß dann alle dieſe böſen Gedanken wie ein Traum vergeſſen ſind.— Das hoffe ich auch, Madame, denn haben wir dieſe einfältigen und häßlichen Ge⸗ danken uns aus dem Sinn geſchlagen, ſo bleibt uns, Joſeph und mir, nur noch die Erinnerung des fröhlichen Abends, welchen wir bei Ihnen verlebt haben. Oh! wir werden denſelben nie vergeſſen!— Nein, Madame, ſagte Joſeph, während er Marie in das Tuch hüllte, welches er endlich auseinander geſchlagen hatte; und um Die Prophezeihung. II. 6