Teil eines Werkes 
259. Theil, Die Prophezeihung : 2. Bändchen (1851) La bonne aventure
Entstehung
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welche zuſammen in einer elenden Dachkammer ihr Obdach hatten, wo ſie auf demſelben erbärm⸗ lichen Lager hingeſtreckt waren. Die Mutter und die älteſte Tochter lagen an einem typhiſchen Fie⸗ ber darnieder; die anderen Kinder waren der An⸗ ſteckung noch entgangen und kauerten auf einem alten Strohſack in einem Winkel der Dachkammer. Von dieſem Anblick erſchüttert ſagte mir Frau von Blainville, daß die Unglücklichen in dem unſau⸗ beren Loche nicht bleiben dürften, und daß ſie ſich nach einer geſünderen Wohnung für dieſelben um⸗ thun werde, bis man einen paſſenden Zufluchts⸗ ort für die Familie gefunden. Frau von Blain⸗ ville brachte täglich mehrere Stunden in dieſer elenden Wohnung zu, indem ſie ſich weder durch die Gefahr der Anſteckung noch durch Ekel ab⸗ ſchrecken ließ. Sie pflegte die Unglücklichen mit ſo viel hingebender Liebe, mit ſo muthiger Selbſt⸗ verleugnung, daß ich ebenſo große Zuneigung als Bewunderung für ſie hegte. Ihr Mitleid kam ihr theuer zu ſtehn: nach einigen Tagen wurde ſie von ver Anſteckung des Uebels ergriffen, welchem ſie ihre Pflege und Sorgfalt gewidmet; ich ſah ſie an dieſem elenden Ort erblaſſen und in Ohn⸗ macht fallen. Als ſie wieder zu ſich kam, führte ich ſie nach Hauſe; obwohl ſie mich etſt ſeit kur⸗ zer Zeit kannte, wünſchte ſie mich doch zum Arzt. Ihre Krankheit war entſetzlich; ich durchwachte