Secretair!... Briefeſchreiben iſt Dein Beruf,
jede Correſpondenz wird Dir daher ſchrecklich ſein. Darum verzeihe ich Dir; ich ſelbſt bin nicht von aller Schuld frei, denn, nachdem ich Dir zweimal geſchrieben hatte, ohne Antwort zu erhalten, glaubte ich Dich mit Deinem Geſandten auf Rei⸗ ſen. Von Monat zu Monat wartete ich nun auf einen Brief, durch welchen ich Deine Adreſſe er⸗ führe, um unſere Correſpondenz wieder anknüp⸗ fen zu können. Doch hätte ich Dir jedenfalls in dieſen Tagen geſchrieben, um Dir eine frohe Nach⸗ richt mitzutheilen, von welcher ich auch noch un⸗ ſeren Freund Joſeph und ſeine liebe kleine Frau in Kenntniß ſetzen muß.— Eine frohe Nachricht? — Ich bin verheirathet...— Du?— Seit vorgeſtern.— Dann, mein Freund, ſagte Ana⸗ tole, indem er des Doctors Hände herzlich drückte, kann ich Dir, auch ohne den Gegenſtand Deiner Wahl zu kennen, zu Deiner Verbindung Glück wünſchen, da ich Deine Grundſätze in Betreff der Ehe kenne. Ich brauche Dich nicht erſt zu fragen, ob es eine Verbindung aus Neigung iſt?— Ja⸗ wohl, und dieſe Neigung iſt bald drei Jahr alt. — Da ſieht man den Verſchloſſenen! Und in Dei⸗ nen Briefen erwähnteſt Du nicht ein Wort von dieſer Liebe!— Es war nicht mein Geheimniß allein, mein lieber Anatole.— Du haſt Recht; aber ſage mir, haſt Du ein junges Mädchen oder
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