Neuem, und ich muß denſelben durchaus einzu⸗ ſchläfern ſuchen; denn iſt ihr Mißtrauen einmal rege geworden, ſo habe ich Alles von ihrer An⸗ maßung zu fürchten, und aus tauſend Gründen muß ich Frau von Roberſac ſchonend behandeln. Ach! verdammt ſei ihr eiferſüchtiger Einfall, dieſe Opernpartie vorzuſchlagen!— Es iſt wahr, gnädiger Herr, ſagte Loiſeau, indem er nachdenk⸗ lich an den Nägeln kaute, da liegt die Schwierig⸗ keit... nicht auf den Ball gehn...— Un⸗ möglich! das würde den Verdacht von Frau von
Roberſac verdoppeln.— Das Vortrefflichſte wäre,
nicht wahr, gnädiger Herr, am Arme der Frau Baronin auf dem Ball z bleiben und gleichzeitig vor der Thür der ſchönen Parfümeuſe in der Rue du Bac zu ſein.— Herr Loiſeau beliebt zu ſcherzen! ſagte Herr von Morſenne hochfahrend.— Der arme Loiſeau ſpricht in vollem Ernſt, gnädiger
Herr, und vielleicht ließe ſich ein Mittel finden
Ein leiſes Anklopfen ſtörte das Geſpräch.
Herein! rief der Fürſt ziemlich ärgerlich über die Störung.
Beim Anblick ſeines Secretairs, welcher ſich tief verneigte, nahmen die Züge des Fürſten ihren gewöhnlichen Ausdruck kalter Würde wieder an, denn Loiſeau war der einzige unter ſeinen Leuten, welchem ſich Hert von Morſenne ohne Maske zeigen konnte.


