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„Jetzt, ja.“*
„Ach, Fräulein,“ wiederholte Agricol nach einer Pauſe mit Ruͤhrung,„ich verſtehe Sie haben ein edeles Herz; Höckchen hatte Recht.“
„Hoͤckchen?“ fragte Adrienne, indem ſie Agricol verwundert anſah, denn dieſe Worte waren fuͤr ſie ein Raͤthſel.
Der Arbeiter, welcher ſich ſeiner Freunde nicht ſchämte, fuhr fort:
„Ich will Ihnen dies erklaͤren. Poͤckchen iſt eine arme junge, ſehr fleißige Naͤherin, mit der ich aufgewachſen bin; ſie iſt buckelig und deshalb nennt man ſie Hoͤckchen. Sie ſehen daraus, daß ſie auf der einen Seite ſo tief ſteht, als Sie hochgeſtellt ſind; was aber ihr Herz, ihr Zartgefuhl betrifft, ah, Fraͤulein.. ich glaube, daß nur Sie ihr gleich kommen.. Das war auch ſogleich ihr Gedanke, als ich ihr erzaͤhlte, daß Sie mir geſtern die ſchöne Blume geſchenkt haͤtten.“ 4
„Ich gebe Ihnen die Verſicherung,“ entgegnete Adrienne bewegt,„daß dieſe Vergleichung mir mehr ſchmeichelt und mich mehr ehrt, als Alles, was Sie mir ſonſt ſagen konnten. Ein Herz, das trotz bitterm Ungluͤcke gut und feinfuhlend bleibt, iſt ein ſo ſeltener Schatz.. Ach, es iſt ſo leicht, gut zu ſein, wenn man jung und ſchoͤn iſt; es iſt ſo leicht, freigebig und zartfuͤhlend zu ſein, wenn man Ver⸗ moͤgen beſitzt! Ich laſſe alſo Ihren Vergleich gel⸗ ten, doch unter der Bedingung, daß Sie mich bald
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