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des Salons gegangen, der von einem andern Zim⸗ mer nur durch einen Thuͤrvorhang getrennt war, daß Agricol ihre Ankunft nicht bemerkte; er zuckte zuſammen und drehete ſich raſch um, als er eine ſilberklare Stimme ſagen hoͤrte:
„Das iſt eine ſchoͤne Vaſe, nicht wahr?“
„Sie iſt ſehr ſchoͤn, mein Fraͤulein,“ antwor⸗ tete Agricol verlegen.
„Und Sie ſehen daran, daß ich liebe, was
recht und billig iſt,“ ſetzte Fraͤulein von Cardoville
hinzu, indem ſie mit dem Finger auf das Silber⸗ plättchen wies;„ein Maler bezeichnet ſein Gemaͤlde, ein Schriftſteller ſetzt ſeinen Namen auf ſein Buch,
und ich verlange, daß ein Arbeiter ebenfalls ſein
Werk bezeichne.“
„Dieſer Name, mein Fräulein.2“
„Iſt der Name des Arbeiters, welcher dieſes ſeltene Meiſterſtuck fur einen reichen Goldſchmied fertigte.. Als dieſer mir die Vaſe verkaufte, wun⸗ derte er ſich nicht wenig uͤber meine ſeltſame, er
haͤtte faſt geſagt, ungerechte Forderung, als ich mir
den Verfertiger dieſes bewundernswuͤrdigen Werkes nennen ließ und dann verlangte, daß ſein Name ſtatt des Namens des Goldſchmieds auf den Sockel geſchrieben werde. Der Arbeiter ſoll, da ihm der Gewinn abgeht, wenigſtens den Ruhim haben; iſt das nicht billig und gerecht?“ Adrienne konnte unmöglich die Unterredung


