Teil eines Werkes 
177. Theil, Der ewige Jude : 6. Bändchen (1844) Le juif errant
Entstehung
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„Dſchalma!“ rief Adrienne lebhaft aus, und ſie ſchien ihre Erinnerungen zu ſammeln,—„Ka⸗ dſcha Sing. ja, ſo iſt es dieſe Namen wa⸗ ren es, die mein Vater ſo oft erwaͤhnte, wenn er mir erzaͤhlte, daß es keinen ritterlicheren, keinen heldenmuͤthigeren Menſchen in der Welt gebe, als dieſen alten indiſchen Koͤnig, unſern Verwandten.. Der Sohn iſt, wie es ſcheint, nicht aus der Art geſchlagen. Ja— Dſchalma.. Kadſcha Sing, noch einmal, ſo iſt es.. Die Namen ſind nicht ſo gewoͤhnlich,“ ſagte ſie laͤchelnd,„daß man ſie vergeſſen oder mit andern verwechſeln koͤnnte. Dſchalma iſt alſo mein Vetter. Er iſt tapfer und gut, jung und ſchoͤn, er hat, und das iſt eine Hauptſache, nie⸗ mals den haͤßlichen europaͤiſchen Frack getragen,.. es fehlt ihm an Allem.. Herrlich! zu viel Gluͤck auf einmal! Schnell, ſchnell. wir wollen ein hub⸗ ſches Feenmaͤhrchen improviſiren, deſſen Held dieſer ſchoͤne liebe Prinz iſt.— Armes goldenes blaues Voͤgelchen, das ſich in unſere traurigen Gegenden verirrt hat!.. Du ſollſt hier wenigſtens etwas fin⸗ den, was Dich an Deine Heimath voll Licht und Duft erinnert..“ Dann wendete ſie ſich an eine ihrer Dienerinnen:

„Georgette, nimm Papier und ſchreibe, Kind.“

Das Maͤdchen trat an den Tiſch von vergolde⸗ tem Holze, auf dem ein kleines Schreibzeug ſtand, ſetzte ſich und ſagte zu ihrer Herrin:

„Ich erwarte die Befehle meines Fraͤuleins.“