—
„Geſtern Abend?“
„Pielt ein Fiacre einige Schritte von dem gro⸗ ßen Gebaͤude; eine geheimnißvolle Perſon, die in einen Mantel gehuͤllt war, ſtieg aus, klopfte be⸗ daͤchtig, nicht an die Thuͤre, ſondern an das Fenſter des Portiers, und.. um ein Uhr hielt der Fiacre noch auf der Straße und wartete auf die geheim⸗
nißvolle Perſon im Mantel, welche dieſe ganze Zeit uͤber den Namen der Frau Fuͤrſtin, wahrſcheinlich,
wie Sie ſagen, auf den Knien ausſprach.“ Mad. Grivois, welche entweder von dieſem Beſuche nichts wußte, den Rodin(denn um dieſen handelte es ſich) am vorigen Abend, nachdem er ſich von der Ankunft der Toͤchter des Generals Simon uͤberzeugt, der Fürſtin von St. Dizier ge⸗ macht hatte, oder die ſich ſtellen mußte, als wiſſe ſie nichts davon, antwortete mit veraͤchtlichem Achſel⸗ zucken: „Ich weiß nicht, was Sie wollen, Mademoiſelle, und bin auch nicht hierher gekommen, um Ihre naſeweiſen Albernheiten anzuhoͤren; noch einmal, wollen Sie mich zu Fräulein Adrienne fuͤhren oder nicht?“ „Ich wiederhole Ihnen, Madame, daß meine Perrin ſchlaͤft und mir verboten hat, vor Mittag zu ihr zu kommen.“ Dieſe Unterredung fand in einiger Entfernung von dem Gartenhaufe ſtatt, deſſen Saͤulenhalle man am Ende einer ziemlich großen Allee ſah.


