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„Aber Gabriel, was haſt Du an der Stirn?“ fragte mit einemmale der Schmied, der ſeit einigen Augenblicken den Miſſionair aufmerkſam anſah.
Gabriel, der bei dem Eintreten ſeinen Hut ab⸗ gelegt hatte, ſtand gerade unter dem Fenſterchen, deſſen helles Licht ſein ſanftes bleiches Geſicht be⸗ ſchien, ſo daß die kreisrunde Wunde, die auf ſeiner Stirn von einer Schlaͤfe zur andern lief, vollkom⸗ men ſichtbar war.
Dagobert hatte bei den ſo verſchiedenen Ge⸗ fühlen und den Ereigniſſen, die ſo raſch auf den Schiffbruch folgten, waͤhrend der kurzen Unterredung mit Gabriel in dem Schloſſe Cardoville die Wunde nicht bemerkt, welche uͤber die Stirn des jungen Miſſionairs lief, er theilte daher jetzt die Verwun⸗ derung Agricols und ſagte:
„Ja, wahrhaftig, was fur eine Wunde haſt Du da an der Stirn?“
„Und an den Haͤnden? Sieh doch, Vater!“ rief der Schmied aus, indem er eine Hand ergriff, die ihm der junge Miſſionair, wie um ihn zu be⸗ ruhigen, entgegenſtreckte.
„Gabriel, mein muthiger Sohn, erklaͤre uns das. Wer hat Dich ſo verwundet?“ ſetzte Dago⸗ bert hinzu, der ſeiner Seits die Hand des Miſſionairs ergriff, die Wunde gewiſſermaßen als Kenner be⸗ trachtete und weiter ſprach:
„In Spanien wurde Einer meiner Kameraden
von einem Kreuze heruntergenommen, an das ihn Der ewige Jude. VI. 2


