Welches Gluͤck, Mutter, wenn die ganze Familie beiſammen ware!“
„Gott erhoͤre Dich, mein Sohn! Es wäre ein ſchoͤner Tag fur mich.“
„Dieſer Tag wird bald kommen, glaube mir. Keine Nachricht vom Vater iſt ſo viel wie gute Nachricht.“
„Kannſt Du Dich noch an Deinen Vater er⸗ innern, Agricol?“ fragte Hoͤckchen.
„Wenn ich aufrichtig ſein ſoll, ſo erinnere ich mich am beſten an ſeine große Bärenmuͤtze und an ſeinen Schnauzbart, denn davor furchtete ich mich. Nur das rothe Bändchen ſeines Kreuzes auf den weißen Klappen ſeiner Uniform und der gläͤnzende Griff ſeines Sabels ſöhnte mich ein wenig mit ihm aus, nicht wahr, Muͤtterchen? Aber was iſt Dir? Du weinſt.“
„Ach der arme Baudoin! Was wird er haben leiden muͤſſen in der langen Zeit und bei ſeinem Alter— uͤber ſechzig Jahre! Ach mein Sohn, das Perz moͤchte mir zerreißen, wenn ich bedenke, daß er vielleicht nur aus einer Armuth in die andere kommt.“
„Wie meinſt Du das?“
„Ich kann nichts mehr verdienen.“
„Und ich? Haben wir da nicht ein Stuͤbchen fuͤr ihn und fuͤr Dich, einen Tiſch fur ihn und fuͤr Dich? Nur etwas, da wir einmal von der Wirth⸗
ſchaft reden,“ ſette der Schmied hinzu und zwar Der ewige Jube. V. 5


