Teil eines Werkes 
176. Theil, Der ewige Jude : 5. Bändchen (1844) Le juif errant
Entstehung
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Bisweilen, aber ſehr ſelten war das arme Maͤd⸗ chen mit Agricol und deſſen Mutter ſpazieren ge⸗ gangen und ſie hatte dies immer fuͤr ein großes Feſt gehalten, viele Naͤchte gearbeitet und viele Tage gefaſtet, um ſich ein leidliches Haͤubchen und einen kleinen Shawl kaufen zu koͤnnen, damit ſie Agricol und deſſen Mutter keine Schande mache. Die fuͤnf oder ſechs Spaziergaͤnge, die ſie am Arme deſſen gemacht hatte, den ſie im Stillen ſo innig liebte, waren ihre einzigen glucklichen Tage ge⸗ weſen.

Bei dem letzten Spaziergange hatte ein roher grober Menſch die Arme ſo derb geſtoßen, daß es ihr unmoͤglich geweſen war, einen Schmerzenslaut zu unterdruͤcken, worauf jener Menſch geantwortet hatte:„Schon recht, Buckel; warum gehſt Du nicht aus dem Wege.“

Agricol beſaß, wie ſein Vater, jene geduldige Gutmuͤthigkeit, welche die Kraft und der Muth edeln Menſchen geben, war aber außerordentlich heftig, wenn es galt, eine gemeine Beleidigung zu raͤchen. Die Bosheit und Grobheit jenes Men⸗ ſchen hatte deshalb Agricol gewaltig aufgebracht und er hatte den Arm ſeiner Mutter losgelaſſen, um jenem Flegel, der mit ihm ungefähr in einem Alter ſtand, ebenſo groß und ſtark war wie er, die beiden tuͤchtigſten Ohrfeigen zu reichen, die jemals eine große ſtarke Schmiedehand einem menſchlichen Geſichte verſetzt hat. Der Grobian wollte Glei⸗