Teil eines Werkes 
176. Theil, Der ewige Jude : 5. Bändchen (1844) Le juif errant
Entstehung
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„So laß doch hören, laß hoͤren,“ ſagte die gute Mutter, die aus Neugierde gar nicht bemerkte, daß das Abendeſſen ihres Sohnes wie angebrannt zu

riechen anfing.

„Zuerſt,“ fuhr der Schmied fort und er laͤchelte uͤber die ungeduldige Neugierde, die er erregte, „zuerſt machte mir ein Mädchen auf, die ſo huͤbſch war und ſich ſo zierlich und niedlich gekleidet hatte, daß man ſie fur ein huͤbſches Bild aus der alten Zeit hätte halten koͤnnen. Ich hatte noch kein Wort geſagt, ſo rief ſie aus:„Ach Gott, Sie bringen Lutine.. Sie haben das Huͤndchen ge⸗ funden. Wie wird ſich Fraͤulein Adrienne freuen! Kommen Sie, kommen Sie mit, denn es wuͤrde ihr zu leid thun, wenn ſie das Vergnuͤgen nicht gehabt hätte, Ihnen ſelbſt zu danken.“ Und ohne mir Zeit zu laſſen, ihr zu antworten, winkte ſie mir, ihr zu folgen. Beſchreiben kann ich Dir aber nicht, Muͤtterchen, welche Pracht ich auf dem Wege durch ein halb erleuchtetes Zimmer haͤtte ſehen koͤn⸗ nen; das Madchen ging zu geſchwind. Da wurde eine Thuͤre geoͤffnet. Ah, das haͤtteſt Du ſehen ſollen! Ich wurde ſo geblendet, daß ich gar nichts mehr weiß, als daß Alles von Gold, von Licht, Glas und Blumen funkelte und blitzte, und unter dem Funkeln eine junge Dame von ſolcher Schoͤn⸗ heit, von idealer Schoͤnheit! Aber ihr Haar war roth, oder vielmehr glaͤnzend wie Gold, herrlich; ich habe in meinem Leben kein ſolches Haar geſehen.