Teil eines Werkes 
176. Theil, Der ewige Jude : 5. Bändchen (1844) Le juif errant
Entstehung
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beiden Schweſtern traten ſchuͤchtern herein. Sie hatten ſich erholt und angekleidet und waren nur noch uͤber Dagobert beſorgt; obgleich die Frau des Verwalters, die ſie in das Zimmer gebracht hatte, ſpäter wieder zu ihnen gekommen war, um ihnen zu ſagen, daß der Chirurg aus dem Dorfe in dem Zuſtande und der Wunde des Soldaten nichts Be⸗ unruhigendes finde, ſo wollten ſie ſich doch noch⸗ mals bei Jemandem im Schloſſe uͤber ihn erkun⸗ digen.

Die hohe Lehne des alten Stuhles, in welchem Gabriel ſchlief, verdeckte ihn ganz; die Waiſen glaubten aber, als ſie Murr ruhig vor dem Seſſel liegen ſahen, Dagobert ſchlafe da; ſie ſchlichen alſo auf den Fußſpitzen hinzu.

Zu ihrer großen Verwunderung ſahen ſie Ga⸗ briel da ſchlafen. Sie blieben erſchrocken und un⸗ beweglich ſtehen und wagten, aus Beſorgniß, ik zu wecken, weder umzukehren, noch naͤher treten.

Das lange blonde Haar des Miſſionairs, das nicht mehr feucht war, lockte ſich natuͤrlich um ſeinen Hals und ſeine Schultern; die Bläͤſſe ſeines Geſichtes ſtach von dem dunkeln Purpur des Da⸗ maſtes ab, mit dem die Lehne des Stuhles uͤber⸗ zogen war. In dem ſchoͤnen Geſichte Gabriels ſprach ſich eine bittere Melancholie aus, entweder weil ihn eben ein peinlicher Traum beſchäftigte, oder weil er ſchmerzliche Empfindungen im Wa⸗

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