——
ſagt worden wäre, es halte ſich eine Bande Moͤrder von erblicher Profeſſion in dem Dorfe Kundelie, hoͤchſtens 400 Klaftern weit von meinem Gerichtslocale, aufz die
bewunderungswuͤrdigen Haine des Dorfes
Mundeſur, eine Tagereiſe von meiner Woh⸗ nung, waͤren eine der ſchrecklichſten Moͤr⸗ dergruben in ganz Indienzzahlreiche Schaa⸗ ren Bruͤder vom guten Werke, die aus Hin⸗ doſtan und Dekkan kaͤmen, verſammelten ſich jaͤhrlich unter jenem ſchattigen Haine wie zu feierlichen Feſten, um ihren gräß⸗ lichen Beruf auf allen Wegen auszuuben, die ſich an dieſer Stelle kreuzen, ſo wuͤrde ich den Erzähler fuͤr einen Narren gehalten haben, der ſich durch Mährchen habe er⸗ ſchrecken laſſen, und doch war nichts wah⸗ rer, Hunderte von Reiſenden wurden jedes Jahr unter den Baͤumen von Mundeſur begraben; ein ganzer Volksſtamm von Moͤrdern lebte ganz in meiner Naͤhe. So lange ich der hoͤchſte Richter und Beamte der Provinz war, dehnte er ſeine Verwuͤ⸗ ſtungen bis zu den Staͤdten Punah und Hydrabad aus. Ich werde es nie vergeſ⸗ ſen, daß einer der Vorſteher dieſer Wuͤr⸗ gerbande, der ihr Ankläger geworden war, um mich zu uͤberzeugen, an der Stelle, wo mein Zelt ſtand, dreizehn Leichname aus⸗
— —


