Teil eines Werkes 
174. Theil, Der ewige Jude : 3. Bändchen (1844) Le juif errant
Entstehung
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Der Herr Rodins unterbrach ihn hier und ſagte:

„Jetzt leſen Sie den eben eingegangenen Brief von Leipzig; Sie werden nach demſelben die An⸗ zeige vervollſtaͤndigen koͤnnen.“

Rodin las und rief aus:

„Vortreffliche Nachrichten! Die beiden Mäd⸗ chen und deren Fuͤhrer waren in der Nacht aus dem Gaſthofe zum weißen Falken entflohen, alle drei ſind aber eine Stunde von Moͤckern eingeholt und ergriffen worden. Man hat ſie nach Leipzig gebracht, wo ſie ſich als Vagabunden in Haft be⸗ finden; uͤberdies iſt der Soldat, der ihnen als Fuͤhrer diente, der Widerſetzlichkeit und Mißhand⸗ lung eines Beamten angeklagt und uͤberfuhrt.“

„Es iſt alſo bei der Langſamkeit des deutſchen Gerichtsverfahrens, und da man beſonders bedacht ſein wird, die Verhandlungen recht ſehr langſam vorſchreiten zu laſſen, ſo gut als gewiß, daß die Mädchen am 13. Febr. nicht hier ſein koͤnnen,“ ſagte der Herr Rodins.„Fuͤgen Sie die letztere Nachricht der Notiz noch hinzu!“

Der Secretair gehorchte, ſchrieb einen Auszug des Briefes Moroks als Anmerkung darunter und ſagte dann:

„Es iſt geſchehen.“

„So fahren Sie fort,“ ſagte ſein Herr.

Rodin las weiter: