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Rodin, der Secretair des Eingetretenen, ſchrieb weiter.
„Sind Briefe aus Duͤnkirchen da, Rodin?“ fragte ihn ſein Herr.
„Der Briefträͤger iſt noch nicht dageweſen.“
„Wenn ich auch uͤber Befinden meiner Mutter nicht gerade ſie ihrer Ge⸗ neſung raſch entgegengeht,“ fuhr der Andere fort, „ſo kann mich doch nur ein Brief der Frau Fuͤr⸗ ſtin von St. Dizier, meiner vortrefflichen Freun⸗ din, gaͤnzlich beruhigen.. Heute endlich werde ich hoffentlich gute Nachrichten erhalten.“
„Das iſt zu wuͤnſchen,“ antwortete der Secre⸗ tair ſo demuͤthig und unterwuͤrfig, als lakoniſch und kalt.
„Allerdings iſt das zu wuͤnſchen,“ fuhr der Herr fort,„denn ich rechne den Tag zu einem ber ſchoͤnſten meines Lebens, an welchem die Fuͤrſtin von St. Dizier mir meldete, dieſe eben ſo ſchnell ausgebrochene als gefaͤhrliche Krankheit ſei gluͤcklich der Pflege gewichen, die meine Mutter gefunden hätte bei ihr, ſonſt wäre ich augenblicklich nach dem Landgute der Fuͤrſtin abgereiſet, obgleich weine Anweſenheit hier ſehr nothig iſt.“ Er trat darauf an das Schreibpult und ſetzte hinzu:
„Iſt der Auszug aus der auswaͤrtigen Corre⸗ ſpondenz gemachte“
„Hier iſt er..“


