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Dagobert blieb bei dem Anblicke dieſer zerriſſe⸗ nen blutigen Ueberreſte unbeweglich ſtehen und in ſeinem rauhen Geſichte ſprach ſich tiefer Schmerz aus. Dann kniete er neben ſeinem Schimmel nieder, hob den Kopf deſſelben empor, und als er ſah, daß die ſonſt ſo klugen muntern Augen matt, glaſig und halbgeſchloſſen waren, konnte er einen Ausruf des Schmerzes nicht unterdruͤcken.
Dagobert hatte ſeinen Zorn vergeſſen und dachte nicht an die traurigen Folgen dieſes Unfalles, der fuͤr das Wohl der Madchen ſo nachtheilig werden mußte, weil ſie nun ihre Reiſe nicht fortſetzen konntenz er dachte nur an den ſchrecklichen Tod des armen alten Pferdes, ſeines ehemaligen Kriegsge⸗ fährten, des treuen Thieres, das ſeine Strapazen getheilt hatte, zweimal gleich ihm verwundet wor⸗ den war und das er ſeit ſo vielen Jahren nicht ver⸗ laſſen hatte. Dieſes ſchmerzliche Gefuhl ſprach ſich ſo deutlich, ſo ergreifend in dem Geſichte deſſelben aus, daß der Wirth und deſſen Leute bei dem Anblicke des großen greiſen Mannes, der neben dem todten Pferde kniete, einen Augenblick Mitleid empfanden.
Als aber Dagobert in ſeinem Bedauern ferner bedachte, daß der Schimmel auch der Gefaͤhrte ſeiner Verbannung geweſen ſei, daß die Mutter der Mädchen fruher gleich ihren Tochtern eine be⸗ ſchwerliche Reiſe auf dem ungluͤcklichen Thiere ge⸗ macht habe, traten die traurigen Folgen des Ver⸗


