Das Pferd hatte den Hafer mit den Lippen beruͤhrt, gleichſam um ſeinem Herrn gehorſam zu ſein, aber bald drehete es ſich wieder um und biß in den Aermel des Mantels Dagoberts.
„Armer Jovial! Dir fehlt etwas,— Du frißt ja ſonſt mit gutem Appetite und heute ruͤhrſt Du den Hafer nicht an. Das iſt das erſte Mal auf unſerer Reiſe,“ ſagte der Soldat in ernſtlicher Be⸗ ſorgniß, denn ſeine Reiſe hing hauptſaͤchlich von der Geſundheit und Kraft ſeines Pferdes ab.
Ein fuͤrchterliches Bruͤllen ſo ganz in der Nähe, daß es aus dem Stalle ſelbſt zu kommen ſchien, erſchreckte jetzt den Schimmel ſo gewaltig, daß er mit einem Rucke den Strick zerriß, uͤber den Stand⸗ baum ſprang und durch die offene Thuͤre hinaus in den Hof lief.
Dagobert war ſelbſt uͤber dieſes ploͤtzliche, ge⸗ waltige wilde Bruͤllen erſchrocken, das ihm die Angſt ſeines Pferdes erklarte.
Der Stall, in welchem ſich die Menagerie des Thierbaͤndigers befand, war von dem Pferdeſtalle nur durch eine Bretterwand getrennt, an welcher man die Raufe und die Krippe angebracht hatte. Die drei Pferde des Propheten waren an dieſes Gebrull gewoͤhnt und blieben ganz ruhig dabei.
„Nun verſtehe ich,“ ſagte der wieder beruhigte Soldat;„der Schimmel hat wahrſcheinlich ſchon einmal ein ſolches Bruͤllen gehoͤrt; er merkte die Thiere des zudringlichen Kerls da, und daruͤber iſt
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