Teil eines Werkes 
172. Theil, Der ewige Jude : 1. Bändchen (1844) Le juif errant
Entstehung
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Herrn umzuſehen und mit den Vorderfuͤßen zu ſcharren.

Der Soldat trat, noch verwunderter, naher.

In dem matten Scheine einer Stalllaterne er⸗ blickte er das arme Thier in einer Stellung, welche die hoͤchſte Angſt verrieth; die Kniegelenke waren halb gebogen und der Kopf empor gerichtet; die Ohren hatte es zuruͤckgelegt und die Nuͤſtern zitter⸗ ten. Es war ſo weit zuruck getreten, daß der Halfter⸗ ſtrick ſtraff geſpannt war, als wolle es ihn zer⸗ reißen und ſo von der Scheidewand wegkommen, an welcher ſich die Raufe und die Krippe befanden. Kalter Schweiß bedeckte ſeinen ganzen Koͤrper, das Haar lag nicht glatt und ſilberweiß auf ſeiner

ſondern ſtarrte matt empor. Von Zeit zu

eit zitterte es am ganzen Leibe. Nun, nun, alter Jovial! ſagte der Soldat, indem er die Futterſchwinge niederſetzte, um ſein Pferd ſtreicheln und klopfen zu koͤnnen;biſt Du wie Dein Herr? Fuͤrchteſt Du Dich? ſetzte er bitter hinzu, indem er an die Beleidigung dachte, welche er hatte ertragen muͤſſen.Du fuͤrchteſt Dich, biſt doch ſonſt gerade kein Haſenfuß.. Trotz den Liebkoſungen und den Worten ſeines Herrn ſchien das Pferd ſeine Angſt und Furcht nicht uͤberwinden zu koͤnnen; es zerrte nur weniger an dem Stricke, hielt ſeine Nuͤſtern zoͤgernd an die Hand Dagoberts und beroch ihn ſchnaubend, als ob es im Zweifel ſei, ob er es auch wirklich ſei.