„Ein alter Soldat des Spitzbuben von Napo⸗ leon taugt alſo zu weiter nichts als zum Waſchenz er will ſich nicht ſchlagen.“
„Ja, er mag ſich nicht ſchlagen,“ antwortete Dagobert mit feſter Stimme, aber er wurde lei⸗ chenblaß dabei.
Der Soldat hatte den ſeiner Obhut anvertrau⸗ ten elternloſen Maͤdchen vielleicht nie einen groͤßern Beweis von Liebe und Aufopferung gegeben. Fuͤr einen Mann von ſeinem Schlage war es ein un⸗ ermeßliches Opfer, ſich ſo ungeſtraft beleidigen zu laſſen und dann einen Zweikampf auszuſchlagen.
„So ſind Sie eine feige Memme,— Sie ha⸗ ben keine Courage— geſtehen Sie es nur.“
Bei dieſen Worten zuckte Dagobert zuſammen und prallte zuruͤck, als wenn er ſich eben haͤtte auf den Propheten ſturzen wollen, aber durch einen Gedanken plötzlich wieder davon abgehalten wor⸗ den wäre.
Er hatte auch wirklich an die beiden Maͤdchen und an die traurigen Hinderniſſe gedacht, welche ein Duell, es mochte gluͤcklich oder unglucklich enden, der Reiſe in den Weg legen wuͤrde.
Dieſe Zornesregung des Soldaten war, ob ſie gleich blitzſchnell voruͤberging, ſo bedeutungsvoll, der Aus druck ſeines blaſſen, von Schweiß bedeckten rauhen Geſichtes ſo ſchrecklich, daß der Prophet und die Neugierigen zuruͤckwichen.


