Teil eines Werkes 
75.-77. Theil (1841) Kardiki : Novelle / von Eugen Sue ; deutsch von L. v. Alvensleben
Entstehung
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Ich glaube einige Beiſpiele anfuͤhren zu muͤſ⸗ ſen, welche darthun, bis zu welchem Punkte Ali Paſcha, der ſtolzeſte Menſch, der grauſamſte Des⸗ pot, der je exiſtirte, ſeine Ehrfurcht und ſeine Furcht vor den Derwiſchen trieb. Ich koͤnnte eine große Menge ſaͤmmtlich ſehr ſonderbarer Thatſachen an⸗ fuͤhren, ſowohl nach eigener Kenntniß, als nach dem, was man mir erzählte, aber ich werde mich auf einige der hervorſtechendſten beſchraͤnken, deren Augenzeuge ich zu meinem großen Erſtaunen war.

1816, wenige Wochen nach meiner Ankunft in Janina, war ich auf dem Wege zu dem Tyran⸗ nen, der mich hatte rufen laſſen, um ihn außerhalb der Stadt nach einem Huͤgel zu begleiten, auf dem er ein Fort errichten laſſen wollte. Ein Derwiſch ging mit mir denſelben Weg. Er ging neben mei⸗ nem Pferde her und bat mich um Geld; ich gab ihm einige Paras. Nach den empfangenen Be⸗ fehlen machte ich unter einem Gewoͤlbe des Pala⸗ ſtes vor einer Thuͤr Halt, uͤber der ſich ein in Ja⸗ nina ſehr bekanntes Fenſter befand, wo man es mit dem Namen Kafass(Gitter) bezeichnete, we⸗ gen eines ſehr engen Gitters, mit dem es verſchloſ⸗ ſen war. Ali Paſcha befand ſich oft hinter dieſem Fenſter und gab den Perſonen, die unten auf der Straße ſtanden, unſichtbar Audienzen oder ertheilte

ihnen Befehle. Nur durch beſondere Gunſt wurde

man in das Zimmer vorgelaſſen, welches dies Fen⸗

ſter beleuchtete, und waͤhrend der ganzen Zeit, die