Teil eines Werkes 
75.-77. Theil (1841) Kardiki : Novelle / von Eugen Sue ; deutsch von L. v. Alvensleben
Entstehung
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Coquetterie angewendet, um die Haͤuptlinge der Armatolica leidenſchaftlich zu entflammen ſo gewandt die Zukunft ihres Sohnes vorzubereiten, indem ſie jedem die unbeſtimmte Hoffnung ließ, einſt vielleicht das Herz der Wittwe Vely 2,. durch Opfer und Anhaͤnglichkeit zu ruͤhren.

Als Ali mit Hoffnung auf Sieg den Preis des Wettlaufes, des Ringens und des Schießens den fluͤchtigſten, kraͤftigſten und geſchickteſten Alba⸗ neſen ſeines Alters ſtreitig machen konnte, veran⸗ ſtaltete Khamco eine Art von Turnier vor dem Serail. Sie ſelbſt wohnte demſelben verſchleiert an einem niedern Fenſter bei, und der Preis er⸗ hielt einen unſchaͤtzbaren Werth, indem er durch ihre Haͤnde ging.

Einer der Toscaria benachbarten Beys, der Bey von Kardiki, fuͤrchtete aber bald die Folgen von dem ungewoͤhnlichen Einfluſſe, den Khamco gewann, und da er glaubte das Gebiet von Debe⸗ len ungeſtraft verheeren zu koͤnnen, griff er es un⸗ verſehens an. Auf das erſte Geruͤcht dieſer Feind⸗ ſeligkeiten verſammelten ſich die Bandenfuͤhrer Tos⸗ caria's in Debelen und boten voll Enthuſiasmus Khamco ihre Dienſte an.

Dieſer Angriff und der Krieg, den er verur⸗ ſachte, Ereigniſſe, welche auf die Laufbahn Ali'e einen wunderbaren Einfluß hatten, trugen ſich un⸗ gefähr zwanzig Jahre vor der Zeit zu, von welcher hier die Rede iſt, d. h. während der Juͤnglingsjahre

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