Teil eines Werkes 
75.-77. Theil (1841) Kardiki : Novelle / von Eugen Sue ; deutsch von L. v. Alvensleben
Entstehung
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„Tag belehrt er ſie— und jede a er ih⸗

Uebertreibung unerhoͤrter Miſſethaten, theils durch die wilde Majeſtaͤt einiger ſeltenen, aber erhabenen Tugenden.

Der Sohn eines Beys von Debelen, eines

Vaſallen der Pforte, einem alten albaneſiſchen

Stamme entſproſſen, welcher nach der muſelmanni⸗ ſchen Eroberung das Chriſtenthum abgeſchworen hatte, war Vely Bey, der Gatte Khamco's, Vater Ali's und Chaſnitza's, bei der Theilung der väter⸗ lichen Erbſchaft in heftige Streitigkeiten mit ſeinen Bruͤdern, Salik und Mehemed, gerathen. um die Frage zu entſcheiden, berief ſich die Familie

nach dem wilden Gebrauch der Sitte auf das

Recht des Schwertes, d. h. Salik und Mehemed verſammelten ihre zahlreichen Anhaͤnger gegen Vely und die ſeinigen und griffen ihn an. Nach ei⸗ nigen blutigen Treffen wurde dieſer Letztere ge⸗ zwungen, aus Debelen zu fliehen, ſeinen Theil der väterlichen Erbſchaft aufzugeben und ſich nach Ha⸗ liacmontes zu fluͤchten, wo er ſich zum irrenden albaneſiſchen Ritter machte, d. h. zum Klephthen oder Bergraͤuber, wie der alte epiriſche Geſang ſagt:

„Nanos iſt auf die Berge gegangen, auf die „hohen Gipfel der Berge. Er verſammelt Kleph⸗ „then, junge und brave Schen Er verſammelt, „er vereinigt, er findet dret tauſend,— und jeden

„nen: Hoͤrt, meine Braven, und Ihr,

e Kin⸗ „der, ich will keine Klephthen mit Ziegen, keie Kleph⸗