8 —
Sechſter Traum.
Den 7. des Monats Schohfred im Jahre Schanbod 1227 nach Mahomed's Geburt(unge⸗ fahr Monat Auguſt 1790), als bei Suͤlohmabad das Lager war, noch vor den Angriffen auf die Verſchanzungen von Ram⸗Naͤers und nach den Gebeten des Abends, rief ich die Gottheit mit den Worten an:
„Mein Gott! dieſe verdammten Unglaͤubigen vertreiben alle Faſten und die Gebete(die bei den Muſelmännern im Gebrauch); bekehre ſie mit einem Male! auf daß die Religion des Propheten noch mehr Staͤrke gewinne!“ Im Laufe der Nacht und gegen Morgen hatte ich ein Traumbild.
Es kam mir vor, als wenn Ahmedy⸗Sircar's Heer, nachdem es die Waͤlder und Schluchten durchſchritten, auf der Straße gelagert ſei. Ziem⸗ lich dem Lager nahe, ſah ich eine Kuh mit ihrem
Kalbe, einem großgeſtreiften Tiger gleichend; ihre
Bewegungen, Zaͤhne u. ſ. w. waren wie die eines Tigers; die Vorderfuͤße waren denen einer Kuh hnlich; die hintern fehlten; die Vorderbeine be⸗ wegten ſich heftig. Als ich ſie hinlaͤnglich geſehen,
ging ich zum Lager zuruͤck und befahl mehrern Perſonen, mir zu folgen, weil ich hoffte, mit Huͤlfe
Gottes, dieſer Kuh mit der Tigergeſtalt mich zu nähern und ſie mit eigener Hand ſammt ihrem
Kalbe in Stuͤcke zu hauen. Ich befahl, mir zwei
Pferde zu ſatteln und herbeizufuͤhren.— In
*


