— 396—
zu—(unleſerlicher Name) gelagert, am 6. des Monats Kosrawee(unbekanntes Datum; wahr⸗ ſcheinlich gegen 1786) in der Nacht vom Dienſtag des Jahres.. hatte ich ein Traumgeſicht. Es kam mir vor, als ſaͤhe ich einen jungen Mann von ſchöner Geſtalt und fremdem Ausſehen, der ſich ſetzte, und als ob ich mit ihm Scherz triebe, wie mit einer Frau, und ich ſagte zu mir ſelbſt: „Doch es iſt ja nicht meine Gewohnheit, ſo mit einem Manne zu ſcherzen.“ Hierauf erhob ſich der junge Mann, ging einige Schritte vor, ließ dann ſeine Haare unter dem Turban hervorfallen, dann band er die Schnuͤre ſeines Kleides los; ſeine Bruſt war entkleidet und ich ſah, daß es eine Frau ſei. Alſobald rief ich ſie und bat ſie, ſich zu ſetzen, und ſprach zu ihr:„Da ich erſt mit dir geſcherzt habe, wie mit einer Frau, und da du jetzt wirklich eine biſt, nur als Mann verkleidet, ſo waren meine Vermuthungen nicht falſch!“— Mitten in die⸗ ſer Aeußerung erſchien der Tag und ich erwachte.
Ich that meinen Traum Einigen kund, und man legte ihn dahin aus; er bedeute, daß die Mah⸗ ratten zwar Maͤnnerkleider angelegt, aber dennoch Weibercharakter haͤtten.
Durch Gottes Huͤlfe und den Beiſtand ſeines Abgeſandten griff ich am 8. des vorgenannten
Mondes und Jahres, den Sonnabend fruͤh, die
Armee der Unglaͤubigen mit einem Ueberfalle an; ich ruckte ſelbſt mit 2 bis 300 Mann vor; ich


