geſandten kamen im Mai 1789 wieder nach Se⸗ ringapatnam zuruͤck. Da ſie in ihrem den Haupt⸗ zweck ihrer Sendung ausmachenden Verlangen nicht glucklich geweſen waren, und nicht aufhoͤrten, den Umfang, die Menge Volks und den Reichthum des von ihnen ſo eben erſt durchreiſten Königrei⸗ ches zu preiſen, wurde Tippoo, der als eiftiger Mu⸗ ſelmann glaubte, kein chriſtlicher Fuͤrſt käme ihm an Macht gleich, in ſeiner Eitelkeit verletzt, und nahm, uͤberdies getäuſcht in ſeiner Erwartung durch den wenigen Erfolg ſeiner Botſchaft, an ſeinen Be⸗ vollmaͤchtigten Rache, indem er zwei von ihnen heimlich ermorden ließ. Bald darauf ergriff er eine Gelegenheit, den Krieg von Neuem anzufan⸗ gen. Die Hollaͤnder beſaßen die Forts von Cochin, Akkotah und Cranganor auf der malabariſchen Kuͤſte, den Grenzen von Maifur nahe. Franzöſiſche Vermittlung hatte ſie wieder in den Beſitz von Cranganor geſetzt, das Hyder Ali ihnen entriſſen hatte. Tippoo erhob Anſpruͤche auf dieſe Plätze, welche in dem Staate ſeines Vaſallen, des Radſchah von Cochin lagen, und ruͤckte im Juni 1789 mit einer betraͤchtlichen Truppenmenge auf Cranganor los. Die Hollaͤnder verkauften, um ihre Nieder⸗ laſſung in Cochin zu retten, die beiden andern an
den Radſchah von Travancor. Tippoo wollte ei⸗
nen ohne ſeine Genehmigung abgeſchloſſenen Kauf
nicht anerkennen, und fiel am 29. December ins
Gebiet von Travancor ein. Auf die Gegenvor⸗ Die Seewarte v. Koat⸗Vén. M. 25


