Erfahrung gegen die Unerfahrenheit ſeines Sohnes zu Huͤlfe zu rufen.
Aber Arthur, welcher den Gegenſtand in einem hoͤhern Lichte betrachtete, ſtuͤtzte ſeine Urtheile auf
die Geſchichte der politiſchen Staatsumwälzungen. Jenen häͤßlichen und beſchränkten Egoismus, wel⸗
cher in den Herzen der Menſchen herrſcht, fand er eben ſo häßlich und eben ſo beſchränkt in den ſchaͤnd⸗ lichen Geſetzen der Diplomatie oder in den rohen Gewaltthaten der Eroberer, nur mit veraͤndertem Namen. Wie ein Emporkommling.. gab ſich dieſer Egoismus den eitlen Namen: Machiavellis⸗ mus oder Tyrannei; Arthur bewies alſo, daß dies gleiche Reſultate gäbe, und es nicht mehr Nieder⸗ trächtigkeit beduͤrfe, das Buͤndniß eines ergebenen Volkes aufzuopfern, als die Zuneigung eines treuen Freundes zu verrathen; ſo die Umtriebe des Staats⸗ mannes durch die des Weltmannes erklaͤrend, und zwar, wie Arthur ſagte:—„weil die Macht, durch die Erhebung der Menſchen, darum nicht ihre Na⸗ tur erhebt, ſondern ihnen nur die Gelegenheit giebt, wichtigere Gegenſtaͤnde zu beneiden; ſo daß, ob⸗ gleich der Zweck erhabener iſt, die Mittel, welche der Menſch anwendet um dahin zu gelangen, ſtets eben ſo ſchaͤndlich als erbaͤrmlich bleiben.“
Zum erſten Male befand ſich Arthur alſo in directem Widerſpruche mit ſeinem Vater; Herr von Cilly aber, welcher gegen ſeine eigene Ueberzeugung ſprach, fand in ſeinem Sohne einen zu uͤberlegnen
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