Teil eines Werkes 
62.-66. Theil, Der Wart-Thurm von Koat-Vën : Roman aus dem Seeleben 1780-1830 : 1.-4. Bändchen (1841) La vigie de Koatven
Entstehung
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meidliche Folge des Lutheranismus, die Ungläubigkeit pre⸗ digte, ein Leichentuch zwiſchen dem Himmel und der Erde ausbreitete und das göttliche Licht den Menſchen raubte; ſeitdem halten dieſe den Himmel für leer, weil man ihnen denſelben raubte, und ſie kriechen nun im Elend und in der Dunkelheit dahin. Da ſie keinen Himmel mehr anzufle⸗ hen hatten, waren ſie gezwungen, die Stirn zu ſenken und den Blick auf die Erde ſowie rings um ſich her zu richten.

Da ſie nichts Anderes mehr zu thun haben, als ſich zu haſſen und zu beneiden, haben die Menſchen ſich ein⸗ ander näher geſehen, Angeſicht in Angeſicht, und der Menſch das Herz des Menſchen tief ergründet und es analyſirt Fiber für Fiber. Der Menſch iſt vor Entſetzen zurückgebebt, denn ſeine Entdeckungen waren gräßlich.

Er ſah in den Andern wieder, was er in ſich ſelbſt fand: Stolz Haß Neid!

und da der heilige, heilſame Glaube nicht mehr da war, dieſe organiſchen Laſter unſerer Natur durch die Hoffnung auf ewigen Lohn oder durch die Furcht auf ewige Strafe in Ergebung, Liebe und Barmherzigkeit zu ver⸗ wandeln;

und da die Menſchen ſich nicht mehr an Gott wenden konnten, wenn er ihnen eine Falſchheit, eine Täuſchung, eine Marter mit Demuth zu ertragen gebot, damit dieſe Schmerzen ihnen eines Tages angeboten würden;

Da der Menſch nur an ſich ſelbſt glaubt, und ſeine Rache nicht dem Zufall einer göttlichen Gerechtigkeit an⸗ vertrauen wollte, hat der Menſch dem Vei Täu⸗

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