an ihr ungehofftes Gluͤck noch immer nicht glau⸗ ben konnte.
„Ja, ja, und hundert Mal ja. Kann ich Sie denn allein mitten in dieſer teufliſchen Intrigue taſſen? Eine Stunde hinter Montpellier war ich ſtolz auf meinen Entſchluß; zwei Stunden war ich weniger damit zufrieden; mit vieren ſchämte ich mich daruͤber, mit ſechſen nahm ich Poſtpferde, um zu⸗ ruͤckzukehren. In Montpellier ſah ich den Mar⸗ ſchall. Er gab mir Ihren Weg an. Ich werde fuͤr Ihren Bruder gelten, und nichts iſt natuͤrlicher! Was die Welt betrifft, ſo mag ſie davon ſagen, was ſie will, ich ſpotte daruͤber. Sie ſind ein bra⸗ ves Mädchen; es iſt mir gefällig, zu thun, was ich thue, und das Uebrige ſcheert mich den Kuckuck.
Man wird doch ſtets der gehorſame Diener mei⸗
ner 100,000 Thaler Rente ſein, und ich begehe nicht eine Schlechtigkeit, indem ich ſie verlaſſe.“
Es giebt Freuden, Entzuͤckungen, die ſich nicht beſchreiben laſſen. Toinon vermochte nur einige unzuſammenhaͤngende Worte auszuſprechen, indem ſie die Haͤnde Taboureau's kußte, die ſie mit ihren Thraͤnen benetzte.
Der gute Cicisbeo, welcher das Decorum beob⸗
achten und vor der Dame Baſtien nicht zu geruͤhrt
erſcheinen wollte, ließ ein oft wiederholtes„Hm, hm,“ ertoͤnen. Dennoch konnte er ſich nicht ent⸗ halten, in jenem Aufſchwellen der Seele, welches ein edles Gofuͤhl verurſacht, auszurufen:„Die,
—


