des requéttes am Gerichtshofe von Montpellier. Das iſt eine ungehoffte Gunſt. Ich bin uͤberzeugt, daß der Kanzler in Folge einer zartſinnigen Auf⸗ merkſamkeit dieſen in unſerer Familie ſo gefeierten Tag hat abwarten wollen, um uns die angenehme Nachricht zu melden. Kommen Sie, kommen Sie, Herr Intendant, und laſſen Sie ſich Ihrer Mut⸗ ter und Ihrem Oheim unter Ihrem neuen Titel vorſtellen,“ ſagte Herr von Baville, indem er auf⸗ ſtand und ſeinen Sohn mit Herzlichkeit umarmte.
Juſt von Baville ſchien die Freude des Inten⸗ danten nicht zu theilen; in dem Augenblicke, als ſein Vater in den Salon treten wollte, ſagte er mit bittendem Tone:
„Auf ein Wort!“„ Perr n Baille ſah ſeinen Sohn uͤber⸗ raſcht an.
„Wahrlich, Juſt,“ ſagte er,„ich begreife Deine Kälte nicht; der Koͤnig vertraut Dir ein bedeuten⸗ des Amt an, faſt gar nicht zu erwarten für Dein Alter, und man ſollte beinahe glauben, Du ſäheſt darin eine boͤſe Nachricht.“
„In der That habe ich auch alle Urſache, mich daruͤber zu betruͤben, denn ich fuͤrchte, Euch bei dieſer Gelegenheit grauſam zu mißfallen.“
„Mir mißfallen? So wäre es das erſte Mal in Deinem Leben! Ich ſage es mit innerer Zufrie⸗ denheit, daß nie ein Vater auf ſeinen Sohn ſtol⸗ zer ſein durfte, als ich auf Dich. Dein Charakter


