Teil eines Werkes 
46.-49. Theil, Die Fanatiker oder Der Religionskrieg in den Cevennen : historischer Roman : 5.-8. Bändchen (1840) Jean Cavalier, ou Les Fanatiques des Cevennes
Entstehung
Einzelbild herunterladen

koſtbarſten Reliquien unſerer glorreichen Stadt, frage ich Euch, Meiſter Janet, was Teufel fur ein Lied ſingt Ihr uns da? rief der Gerber.Iſt das moͤglich? Sollte der König den Marſchall Vil⸗ lars, den beſten ſeiner Generale, gegen dieſe elenden Ketzer ſenden?

Meiſter Janet ſah den Gerber geringſchaͤtzend an.Darauf koͤnnte ich Euch viel antworten, Ge⸗ vatter, ſagte er endlich.Zuerſt nach den Regeln der Wohlanſtaͤndigkeit und der chriſtlichen Artig⸗ keit, welche die oberſte Perrſcherin des Buͤrgers wie des Edelmannes iſt, des anſtändigen Menſchen wie des Herren, des Prinzen wie des Narren, iſt es unanſtändig, zu fragen: was Teufel ſagt Ihr da. Dann wenn Buͤrger wie wir, von unſern Ex⸗ cellenzen, unſern gnadigen Herren, den Marſchal⸗ len von Frankreich ſprechen muͤſſen wir immer ehrfurchtsvoll ſagen: Sr. Excellenz, der Herr Mar⸗ ſchall, und nicht kurzweg: der Marſchall von Villars.

Trallala! Ich will lieber, daß es zu kurz iſt als zu lang, Gevatter, rief der Gerber, indem er die Achſel zuckte.Dieſe Höflichkeiten ſind ver⸗ lorene Worte und Albernheiten. Darauf achte ich grade ſo viel; und dabei biß er ſich auf die

Nagel;wenn man mich nur verſteht, ſo ſcheer'

ich mich um das Uebrige den Henker. Meiſter Janet erroͤthete vor Unwillen, zog ſein kleines Buch aus der Taſche und ſagte zu dem Gerber: Um Euch zu beweiſen, Gevatter, wie unan⸗

3

e