Teil eines Werkes 
46.-49. Theil, Die Fanatiker oder Der Religionskrieg in den Cevennen : historischer Roman : 5.-8. Bändchen (1840) Jean Cavalier, ou Les Fanatiques des Cevennes
Entstehung
Einzelbild herunterladen

nen Vuͤchelchen zu haben, die ihm als Vademecum dienten; und er fuͤhrte ſie bei dem geringſten An⸗ griffe auf die Geſetze der Etikette an.

Der Syndikus der Gruͤnſpan⸗Fabrikanten,(der Verkauf dieſes chemiſchen Produktes war damals einer der wichtigſten Handelszweige von Montpel⸗ lier) Namens Thomas Bignol, begleitete Meiſter Janet, deſſen Schwiegerſohn und Lieutenant in der Buͤrgermiliz er war, das Letztere zu ſeinem großen Mißvergnuͤgen.

Die Charaktere des Capitains und ſeines Lieu⸗ tenants boten einen eben ſo großen Contraſt, wie ihre Geſichter und ihre Kleider. Der Capi⸗ tain war ſchwatzhaft, eitel, vermeſſen, der Lieute⸗ nant, demuͤthig, ſchweigſam, ſchuͤchtern: der Schwie⸗ gervater war durch Wohlbeleibtheit aufgedunſen und roth, der Schwiegerſohn runzlich und blaß vor Ma⸗ gerkeit. Der Parfuͤmeriefabrikant trug ein langes

Fleid und einen kurzen Mantel, nach den Regeln der Wohlanſtändigkeit, welche um dieſe Zeit z. B.

verlangte, daß das Wamms von der Farbe des

Hutes und die Perruͤcke von der Farbe der Stie⸗

feln ſei. Der Gruͤnſpanhaͤndler war beinahe nach⸗

läſſig in ein altes Wamms von ſeidenem Stoffe gekleidet, grau auf grau broſchirt, das er, Gott weiß wo, gekauft hatte, und trug eine kleine runde, gelbliche Perrucke, welche ſeinen Zuͤgen den ſonder⸗ barſten Ausdruck von der Welt verlieh.

Zwei andere Buͤrger von Montpellier traten zu