„Was ſagt Ihr? Erklärt Euch!“ ſagte er zu dem Dragoner.
„Ihr wißt, gnaͤdiger Herr, daß ich auf Befehl meines Capitains nach Montpellier geritten war, mit Briefen von ihm und Euch an den Herrn Marſchall von Montrevel.“
„Nun?“ ſagte der Abt beſorgt.
„Ich habe auf dem Wege keinen andern Unfall gehabt, als das Zuſammentreffen mit einer huͤbſchen Dame, die mich nach meinem Capitain fragte und mir vortrefflichen Wein zu trinken und von einer Paſtete zu eſſen gab.“
„Aber die Briefe, die Briefe!“ rief der Abt, Laroſe unterbrechend.
„Recht, gnaͤdiger Herr; der Wein iſt getrun⸗ ken, alſo ſprechen wir nicht mehr davon. Ich kam alſo nach Montpellier und uͤbergab meine Briefe an Herrn von Baville. Herr von Baville ſagte mir, ich moͤchte mich in der Kuͤche erfriſchen laſſen, und ſollte am nachſten Tage mit zwei Compagnien Füͤſeliere vom Regimente Calviſſon, welche man Euch, gnaͤdiger Herr zur Verſtärkung ſendete, auf⸗ brechen.“
„Und dieſe Truppen?“ fragte der Erzprieſter.
„Dieſe Truppen? Davon ſind Dreiviertel ge⸗ blieben, und der Reſt nach allen Seiten geflohen, jetzt aber wahrſcheinlich einzeln von den Fanatikern niedergemetzelt.“


