Teil eines Werkes 
13. Theil, Der Salamander : ein Roman aus dem Seeleben : 3. Bändchen (1838) La Salamandre
Entstehung
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Sonderbares, Unerklaͤrliches. Er mochte uͤber drei⸗ ßig Jahre alt ſein. Sein Geſicht war regelmaͤßig ſchoͤn, blaß und ernſt. Seine großen Augen hat⸗ ten zuweilen einen hinreißenden Ausdruck der An⸗ muth und Sanftmuth, haͤufiger aber den, bitteren Schmerzes und des Hochmuthes. Sein Wuchs war hoch und ſchlank, und wahrhaft ſchoͤn; die kleinliche Sorge, welche er auf ſeinen Anzug ver⸗

wendete, der von der einfachſten Eleganz zeugte,

wuͤrde ihn in phyſiſcher Hinſicht zu einem voll⸗ kommenen Manne gemacht haben, waͤren dieſe nichts bedeutenden, aͤußeren Vorzuͤge nicht vor ſei⸗ ner glaͤnzenden, obgleich bizarren Unterhaltung ver⸗ ſchwunden, welche ſo ſehr hinriß, daß man nur noch daran dachte, ihn zu hoͤren.

Aber dieſe Augenblicke glaͤnzender Unterhal⸗ tungsgabe waren bei ihm nur ſelten. Nur zu⸗ weilen belebte ſich ſein Geſicht, ſeine Wangen roͤ⸗ theten ſich dann, und die geiſtreichſten, neueſten, glaͤnzendſten Gedanken entſtroͤmten in reicher Zahl ſeinem Munde. Es waren ſchneidende, grelle Wi⸗ derſpruͤche, die dann ſich in ihm kund gaben: Thraͤnen und Gellaͤchter; die Natuͤrlichkeit eines Kindes und der traurige Spott eines Greiſes; zu⸗ weilen entſetzliche Paradoxen, entſetzliche Wahrhei⸗ ten uͤber den Mann und das Weib; blutiger Scherz uͤber das Menſchengeſchlecht. Dann, als haͤtten die Zuhoͤrer die Achtung gegen ihn verletzt, ſchwieg er ploͤtzlich, verſank wieder in ſein gewoͤhn⸗

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