Teil eines Werkes 
10. Theil, Atar-Gull : Roman : 3. Bändchen (1838)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

die Fregatte die Fluthen durchſchnitt. Sie ſaßen, wie Reiſende oft bei ſchoͤnem Wetter zu thun pfle⸗ gen, am Hackbord und vertrieben ſich die Zeit, indem ſie ins Waſſer ſahen.

Der Pflanzer reichte dem Arzte die Hand mit dankbarem Blicke, ſchuͤttelte traurig den Kopf, auf den Himmel zeigend, indem er bei dem Andenken ſeiner Frau und Tochter die Augen trocknete.

Der Doctor fing von Neuem ſeine verbrauch⸗ ten Troſtreden an, als Atar⸗Gull, der eine Thee⸗ kanne trug, auf dem Verdecke erſchien.

Hier,« ſagte er ehrerbietig zum Pflanzer, vhier iſt Lindenbluͤthenthee mit Tamarinde, den man Euch verordnet hat.«

Herr Wil machte ein Zeichen, daß er keinen Durſt habe.

Gleichviel, Herr,« verſetzte der Schwarze, mit dem Ausdrucke des Unmuths, der dem ergebenen Diener ſo wohl ſteht,„gleichviel— es wird Euch gut thun— nicht wahr, Herr Doctor 24

»Ganz gewiß— trinken Sie— trinken Sie, Herr Wil l4

Und der Pflanzer verſchluckte den Trank, dem vereinigten Willen gehorchend; er dankte ſeinem treuen Diener durch Zeichen.

vDas ſcheint mir ein ſehr aufmetkſamer Diener zu ſein,« ſagte der Atzt.

Der Pflanzer hob ſeine Augen und Hände gen Himmel, als wolle er ſagen: Ein Engel iſt es!