Sie will mich bei Ihnen anſchwärzen, beſter Schwie— gervater, erwiederte er daher, ſehen Sie, wie boshaft ſie geworden iſt— als ob ſie nicht immer die Macht hätte, meine Sorgen fort zu tändeln! Aber ſo iſt ſie, fröhlich, wie ein Kind, und mit den Thränen auch noch immer gleich bei der Hand— Regen mit Sonnenſchein— noch immer wie ſonſt.
Beruhigt drückte der alte Erin ſeiner Tochter Hand, die noch immer in der ſeinen ruhte; er war wieder überzeugt, daß ſein Kind recht glücklich ſei.
Nun will ich aber den Kaffee beſorgen, ſagte Cäcilie, über die, ſie wußte ſelbſt nicht weßhalb, plötzlich der alte Muthwille gekommen war; nicht nur euretwegen, ſonder auch meines armen Mannes wegen, der noch gar nicht einmal zu Mittag gegeſſen hat.
Sie haben noch nicht zu Mittag gegeſſen? fragte Erin.
Nein, Papa, er hat noch nicht zu Mittag gegeſſen und iſt gewiß deßhalb ſehr hungrig; es war Alles ver⸗ dorben, Alles, die Suppe, das Fleiſch, das Gemüſe, der Braten; nicht wahr, liebe Mutter, ſo etwas ſollte in einer ordentlichen Wirthſchaft nicht vorkommen; aber es wird auch nicht mehr vorkommen!
Ach, das iſt allerdings ſehr unangenehm, lachte der alte Erin, indeſſen, in der erſten Zeit der Ehe— mun, ich will nicht davon reden. Weißt du noch, Kind, einmal ſogar an meinem Geburtstage, den erſten, den wir feierten,


