Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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ſtanden, ich kann nicht dafür, daß ich mich ſo leicht er⸗ ſchrecke. Vermeiden Sie aber um Gotteswillen und meinetwegen jedes Aufſehen. Jener Student iſt ſonſt ein harmloſer Menſch nur überſpannt und du ſagteſt ja ſelbſt, ſetzte ſie wieder mit ihrem coquetten 3 Lächeln hinzu, daß es verzeihlich ſei, mich ein wenig hübſch zu finden.

Wenn es weiter nichts wäre, erwiederte ernſthaft der Prinz, das wäre allerdings ſehr verzeihlich; aber dieſer

Burſche war geradezu ungezogen, er hat dich beleidigt, und ſo weit es möglich iſt, auch mich. Du wirſt zu⸗ geben, daß ich mir dies nicht gefallen laſſen darf.

Wenn du mich wirklich liebſt, bat ſie mit einem ängſt⸗ lichen Blicke, ſo erfüllſt du meine Bitte, wir ſprechen ſpäter ausführlich darüber. Bedenke, welches Aufſehen, welches Gerede es veranlaſſen würde, wenn du in deiner

Stellung dieſe unbedeutende Sache zum Gegenſtande eines

öffentlichen Scandals machteſt. Du biſt mir dieſe Rück⸗ ſicht ſchuldig, ich beſchwöre dich darum!

Du biſt ja ganz ungewöhnlich erregt, entgegnete er, ſie forſchend anſehend; ich werde deinen Wunſch erfüllen, aber du wirſt mir vollſtändige Aufklärung geben.

Ganz vollſtändige, ganz ausführliche, ſcherzte ſie, ob⸗

gleich ich dir kaum etwas Anderes zu ſagen weiß; aber ich glaube gar, du kannſt auch eiferſüchtig ſein, und dabei haſt 8 du eine ſo ſchlechte Meinung von meinem Geſchmacke, daß