Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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achtete alles Großreden und Prahlen mit Dingen, die man erſt thun wolle, und beſchloß daher auch jetzt, gegen ſeinen Gefährten, der überhaupt nicht zu ſeinen Lieblingen gehörte, andere Saiten aufzuziehen.

Ich habe immer die Erfahrung gemacht, daß Menſchen,

die irgend eine nennenswerthe That auszuführen beabſich⸗

tigen, davon nicht vorher eine lange und nutzloſe Ausein⸗ anderſetzung geben. Wenn du wirklich mit einem Selbſt⸗ morde umgingſt, wie du anzudeuten ſcheinſt, ſo würdeſt du nicht davon ſprechen; haſt du ſonſt noch die Abſicht, ein Verbrechen zu begehen, nun, du biſt ja kein Kind mehr, und ich bin nicht dein Vormund. Wozu ſagſt du mir denn dies alles? Ich weiß wirklich nicht, was du dabei für eine Abſicht haben kannſt. Es könnte nur deßhalb ge⸗ ſchehen, damit ich die Perſonen, welche du zu beleidigen oder zu tödten gedenkſt, vorher warnte. Ich wäre dazu

verpflichtet, wenn ich an den Ernſt deiner Worte glaubte.

Dies thue ich aber nicht, und deßhalb verſchone mich mit weiteren derartigen Exclamationen. Sei vernünftig, ver⸗ giß ein Weſen, das deiner Liebe unwerth iſt, eigentlich von Anfang an unwerth war, und ſchlage dir ſonſt alle übrigen Grillen aus dem Kopfe. Ich habe jetzt wirklich dringende Geſchäfte; leb' deßhalb wohl, vor meiner Ab⸗ reiſe ſehe ich dich noch.

Ohne ein Wort der Erwiederung ließ Ferdinand ſeinen Gefährten gehen. Er fühlte ſich im Innerſten verletzt,