Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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Sie urtheilen in manchen Dingen zu ſcharf über die Menſchen, beſter College, bemerkte Erin mit ſeinem gut⸗ müthigen, faſt kindlichen Lächeln; warum wollen Sie nicht an die aufrichtige Theilnahme Ihrer Bekannten glau⸗ ben und annehmen, daß dieſe ihnen wirklich von Herzen käme?

Mag ſein, mag ſein, erwiederte Leſſen, wobei ein Zug des Hohnes um ſeinen Mund ſchwebte; ich beneide Sie um Ihren Glauben an die Redlichkeit und Aufopferungs⸗ fähigkeit Anderer, meine Erfahrungen haben mich aber leider belehrt, daß der Egoismus die alleinige Triebfeder aller Handlungen der Menſchen iſt, und ich bedarf immer erſt des Beweiſes vom Gegentheile, ehe ich eine Ausnahme zugeben kann.

So laſſen Sie mir denn meinen Glauben; vielleicht habe ich doch noch die Genugthuung, Sie dazu zu bekehren.

In Beziehung auf Sie ſelbſt und die Ihrigen iſt dies längſt geſchehen,— aber ich zähle Sie eben zu den ſelte⸗ nen Ausnahmen.

Es iſt das ſehr ſchmeichelhaft für uns, und unter diefen Umſtänden darf ich Sie wohl zu morgen Mittag einladen, damit wir Ihre Beförderung auch wirklich feiern können, wie es ſich gebührt.

Sie bereiten mir dadurch eine ſehr große Freude, er⸗ wiederte Leſſen verbindlich; wenn man ſo allein in der